Wenn Liebe ohne Folgen bliebe...
Jonas Verlag

Wenn Liebe ohne Folgen bliebe...

Marburg 2006. Bereits im griechischen und römischen Altertum hofften Frauen, eine Schwangerschaft durch Arzneimittel, Koituspositionen, Amulette, Tampons und spezielle Beischlaftermine zu verhindern. Dabei war es schwierig, die Verhütung einer Empfängnis klar von der Herbeiführung einer Fehlgeburt zu unterscheiden, da ein frühes Stadium der Schwangerschaft noch nicht wahrgenommen und so mit bestimmten Medikamenten eine »verspätete Periodenblutung« herbeigeführt wurde. In diesem Buch wird das komplexe Phänomen »Empfängnisverhütung« nicht nur im medizinischen, sondern auch im sozialen, kulturellen und politischen Kontext beleuchtet. Der historische Rückblick geht unterschiedlichen Verhütungspraktiken vom Mittelalter bis in die Gegenwart nach. Politische Aspekte der Geburtenregelung in der Weimarer Republik und im Nationalsozialismus kommen dabei ebenso zur Sprache wie die »sexuelle Revolution« in den 1960er und 1970er Jahren. Die aktuellen Diskussionen um den Geburtenrückgang im beginnenden 21. Jahrhundert mit ihren noch nicht absehbaren Folgen auf individueller wie gesellschaftspolitischer Ebene beenden den Streifzug durch die Kulturgeschichte der Verhütung.

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Frölich & Kaufmann

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