Picasso. Die Freiheit der späten Werke.
Schirmer/Mosel

Picasso. Die Freiheit der späten Werke.

Als »inkohärentes Gesudel eines frenetischen Greises im Vorzimmer des Todes« bezeichnete Douglas Cooper, immerhin ein enger Freund, das Spätwerk Pablo Picassos (1881-1973). Und selbst Henry Kahnweiler, sein lang - jähriger Galerist und Händler, brachte wenig Verständnis für die künstlerische Produktion der letzten Jahre des Jahrhundertgenies auf. Aber war, so fragt Heiner Bastian in seiner jüngsten Publikation, Picasso nicht schon immer der Maler, der jede idealistische Glättung vermieden hatte, für den Grenzüberschreitungen und Riten der Zerstörung zur treibenden Kraft der Selbsterneuerung und Selbstbehauptung gehörten? In Picassos Spätwerk treten sie noch einmal auf, die obskuren Objekte seiner Begierde, die Alter Ego seiner selbst: Maler und Modell, Faune, Harlekine, Liebhaber, Voyeure, Huren, Paare, Akte... Die Bildsprache ist drastisch, schonungslos, schamlos. Picasso nimmt sich jetzt die Freiheit, zu verstören, das scheinbar Anstößige der Ironie auszuliefern, den Schock als Provokation einzusetzen. Mit Texten von Heiner Bastian, Aeneas Bastian und Pablo Picasso. (Text engl., dt.)

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