Camille Graeser. Design.

Camille Graeser. Design.

Camille Graeser (1892-1980) wird meist in einem Atemzug mit den übrigen Vertretern der Künstlergemeinschaft »Zürcher Konkrete« genannt, nämlich Max Bill, Richard Paul Lohse und Verena Loewensberg. Dass Camille Graeser seine Karriere jedoch als Designer begann, ist heute weitgehend vergessen, obwohl er mehr als 20 Jahre lang in Stuttgart als Innenarchitekt, Produktgestalter und Werbegrafiker tätig war. In jenen Jahren stand er im engen Kontakt zu Adolf Hölzel, Oskar Schlemmer, Willi Baumeister und anderen Künstlern der Moderne. 1933 sah Graeser sich gezwungen, in seine Heimat, die Schweiz zurückzukehren. Nach Zürich übergesiedelt, musste er aufgrund der wirtschaftlich schwierigen Bedingungen seine Arbeit als Designer aufgeben und wandte sich infolgedessen ab 1936/37 der Malerei zu. Die Publikation beleuchtet diese eher unbekannte Seite des Künstlers, zeigt nicht nur eine Vielzahl von Entwürfen innenarchitektonischer Konzepte (Teppiche, Tapeten, Stoffe), Modeartikel (Schuhe, Halstücher) und Möbel aus seiner Stuttgarter Zeit, sondern herausragende Beispiele ausgeführter Auftragsarbeiten.

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